Klassenzimmer auf der Alm
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Ein Tag im Wald

Hey ihr Alle,
wir sind mittlerweile in der letzten Projektphase angekommen, welche das Thema „In Bewegung“ hat. Wir hatten in dieser Projektphase die Möglichkeit Vieles praktisch umzusetzen. So haben sich einige Gruppen auf aktive Bewegung fokussiert, indem die eine auf den höchsten Berg der Umgebung, den Großen Priel, gewandert ist und eine weitere Gruppe eine Akrobatik-Show vorbereitete, welche sie am Ende der zwei Wochen in Windischgarsten bei dem „Internationalen Lederhosentreff“ aufführte. Eine andere Gruppe probierte viele verschiedene Sportarten aus. Außer der aktiven Bewegung gab es auch die Möglichkeit, sich im Künstlerischen mit Bewegung zu beschäftigen. Dies setzte eine Gruppe um, welche die Anderen fotografierte.






Aber das, wovon ich euch eigentlich erzählen will, ist unser Projekt „7 vs. Wald“. Unsere Idee war es, das bekannte YouTube-Format „7vs. Wild“ zu adaptieren und damit unsere Fähigkeiten mit wenig in der Wildnis klarzukommen auf die Probe zu stellen. Dafür stellten wir einige Regeln auf, sodass das Ganze zu einer Herausforderung aber dennoch sicher wurde.
1. Wir waren in Zweier- und Dreiergruppen unterwegs.
2. Wir nahmen als Kleingruppe nur maximal 6 Gegenstände mit (ausgenommen der Grundausstattung: Erste Hilfe Set, Handy, Schlafsack, Gaskocher und Notfallessen).
3. Wir wollten von Dienstag 9Uhr bis Freitag 9Uhr nur im Wald oder auf den Wiesen sein.
4. Alle Kleingruppen meldeten sich zwei Mal täglich bei dem Hüttenhandy, um zu versichern, dass alles okay ist.
Nach mehr als einer Woche Vorbereitung, in welcher wir uns mit essbaren Wildpflanzen, rechtlichen Grundlagen, Shelterbau und Wetter beschäftigten, brachen wir dann endlich in den nahegelegenen Wald auf und teilten uns in Kleingruppen. Zuerst berieten wir uns, wie wir unseren Shelter errichten wollen und verbrachten dann viele Stunden mit dem Bau, sodass am Ende eine voll und ganz regenfeste, stabile und halbwegs gemütliche Schlafstelle entstand.



Danach waren wir schon ein bisschen geschafft von der körperlichen Arbeit, aber bevor wir uns zurücklehnen konnten, wollten wir noch etwas essen.
Also brachen wir auf, um anhand der zuvor erworbenen Kenntnisse Blätter, Blumen, Pfifferlinge und Beeren zu sammeln. Nach dem Kochen war in unserem Topf etwas okay Schmeckendes :),aber es war nicht besonders energiereich, was wir auch in der nächsten Zeit merkten. Denn alles wurde immer anstrengender, ob das Kraxeln von unserer kleinen Quelle durch den Wald zum Shelter oder das Sammeln von Ästen zur Abdichtung des Shelters.
Die Nacht war gut, wenn auch etwas ungemütlich, aber das war nach einem leckeren Wildminztee am nächsten Morgen gar nicht mehr so schlimm. Jedoch war unser Magen immer noch leer, also gingen wir drei Stunden Beeren sammeln, von welchen wir dennoch nicht satt wurden. Also akzeptierten wir das und entschieden uns, auf der Wiese in der Sonne liegend einfach unsere Zeit zu genießen.
Um eins, als ich gerade dabei war aus Spitzwegerichstengeln einen Korb zum Beerensammeln zu flechten, kam jemand von den Anderen im Wald zu uns und teilte uns mit, dass wir wegen des angekündigten Gewitters nun wieder zur Alm müssten. Somit wurde aus drei Tagen dann doch nur etwas mehr als einer. Es war aber dennoch eine tolle Erfahrung und gar nicht so herausfordernd wie erwartet. Als wir dann wieder an der Alm waren, war die Freude groß wieder etwas Gescheids essen zu können und so schmeckten die Pfannkuchen, die wir uns dann machten, noch besser als sonst.
Viele Grüße von der Stefansbergalm, Franzi
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