Klassenzimmer auf der Alm

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Unsere Bewirtschaftung

28. Juni 2025

Hey Leutles,

wir, die Almis 2025, haben beschlossen an einigen Tagen die Stefansbergalm zu bewirtschaften. Der erste Tag war am letzten Sonntag. Es ist echt krass, wie viel man dabei beachten muss, z. B. wie viele Leute kommen vorbei oder für wie viele Personen müssen wir Essen berechnen.
Der Grund, warum wir die Alm bewirtschaften, ist, dass wir in der letzten Woche unseres Almaufenthalts Ausflüge machen können und diese mit den Einnahmen finanziert werden sollen. Die Ausflüge werden wir uns selbst aussuchen und organisieren.

Wir haben als Erstes ein kleines Brainstorming gemacht, um zu schauen, was wir überhaupt verkaufen wollen. Später haben wir jedoch erfahren, dass wir das Essen und die Getränke „nur“ auf Spendenbasis ausgeben dürfen.
Bei der Speisen- und Getränkeauswahl bezogen wir die Erfahrungen von den Almis, die auf den umliegenden Almen ihr Praktikum verbracht hatten, mit ein und dass unsere Alm am Fußes des Berges liegt. Deshalb war uns klar, dass es gut möglich sein kann, dass die Wanderer nicht unbedingt etwas zum Mittagessen brauchen, da sie wahrscheinlich erst am Anfang ihres Weges sind und deshalb noch keinen Hunger haben oder schon auf der Gowilalm oder auf der Hofalm gegessen haben.
Beim Brainstorming sortierten wir nach Essen und Getränken und anschließend wurden Teams gebildet. Die jeweiligen Teams, z. B. das Kaiserschmarrn-Team, haben dann nach einem Rezept und nach der Umsetzung dieser Speise geschaut.
Zum Essen gab es dann allerdings nicht nur Kaiserschmarrn, sondern auch Zimtschnecken, unterschiedliche Kuchen und eine Jausenplatte. Eigentlich ist es üblich, dass auf einer Jausenplatte Wurst drauf ist. Wir haben uns jedoch dagegen entschieden, da wir nicht wussten, woher das Fleisch bzw. die Wurst bei unseren Einkaufsmöglichkeiten kommt und wie das Tier dann gelebt hat. Diese Entscheidung trafen wir demokratisch.
Anschließend wurden verschiedene Einkaufslisten geschrieben und das Orga-Team hat dann geschaut, dass es eine finale Liste mit allen benötigten Zutaten gibt, die anschließend eingekauft worden sind.

Ich war im Orga-Team und zusammen mussten wir uns Gedanken zum Thema Dekoration und Spendeneinnahmen machen. Mit den Spenden sollten unter anderem auch die Kosten für das Essen und für die Getränke abdeckt werden.
Wir organisierten alles so, dass dann am Samstag schon mal aufgeräumt und die Tische so hingestellt wurden, wie wir es am Sonntag für die Bewirtschaftung gebraucht haben.

Danach haben wir noch die Dienste, also so etwas wie „Essen warm machen“, „Essen herrichten“, „Gäste bedienen“ oder „Abspülen“, und Schichten verteilt. Eine Schicht war zwischen zwei und drei Stunden lang. Ich war in der ersten Schicht „Essen herrichten“.
Am Sonntagmorgen dekorierten wir dann noch die Tische vor der Alm und stellten sie im Gemeinschaftsraum so hin, dass wir es beim Essen und Getränke herrichten und ausgeben leichter haben würden.

Und dann war es auch schon so weit, um 12 Uhr öffneten wir.
In der ersten Schicht, die von 12-14 Uhr ging, waren viele Leute da. Das Problem war nur, dass die Bestellungen immer schubweise kamen, was ein bisschen stressig werden konnte. So gab es dann Momente, in denen dann so richtig viele Bestellungen kamen und man das Gefühl hatte, dass man nicht hinterherkommt, und dann auch wieder welche, in denen wir nichts machen konnten, weil es keine neuen Bestellungen gab. Diese Momente nutzten wir dazu, uns zu unterhalten und zu planen, wie wir den nächsten großen Schub besser aufteilen könnten.
Wir kamen schließlich zu dem Schluss, dass es schlau wäre, wenn immer die gleiche Person das selbe Essen herrichten würde. Leider war das in der Umsetzung nicht so einfach. Meistens hat dann halt jeder das gemacht, was noch zu tun war, um ein Bestellung fertig zu machen. Das führte dann manchmal zu einem kleinen Durcheinander.

In den nächsten Schichten war ich nicht zugeteilt, weil jeder nur eine Schicht übernehmen musste. Ich hatte also Pause und habe auf der Wiese eine Picknickdecke hingelegt und gelesen.
Am Abend mussten wir noch alles wieder aufräumen. Da alle gut mithalfen, ging es dann auch richtig schnell.
Am nächsten Tag haben wir die Bewirtschaftung reflektiert und uns überlegt, was wir in Zukunft besser machen können. Ich bin gespannt, wie es die kommenden Male wird.
Auf jeden Fall habe ich gelernt, dass hier Fleisch bzw. Wurst eine wichtige Rolle spielt, wenn man auf einen Berg wandert, aber auch Kaiserschmarrn, Kuchen und Zimtschnecken dankend angenommen werden.
Im Allgemeinen hat es mir Spaß gemacht und ich freu’ mich auf den nächsten bewirtschaften Tag auf unserer Alm.

Liebes Grüssle
Charly

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